Geschrieben von Jürgen Weihermann Stv. Geschäftsführer Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e. V.

Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen Lkw-Kartellanten

Die vom Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) e. V. sowie vom Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e. V. unterstützte Initiative des Vereins zur Förderung des Wettbewerbs und lauteren Verhaltens im Speditions-, Logistik- und Transportgewerbe e. V. (“Wettbewerbsverein“) zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Lkw-Kartellanten ist erfolgreich gestartet. Bislang beteiligen sich rund 190 Unternehmen mit mehr als 8.500 Lkw.

Damit ist die finanzielle Ausstattung der Initiative gesichert. Der Wettbewerbsverein hat bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben und dem Gutachter alle notwendigen Daten zur exemplarischen Ermittlung des Kartellschadens übergeben. Das Gutachten wird voraussichtlich Ende Februar/Anfang März vorliegen. Sodann wird der Wettbewerbsverein mit diesen Daten des Gutachtens an die Lkw-Kartellanten mit dem Ziel einer außergerichtlichen Klärung herantreten.

Parallel führt der Wettbewerbsverein Gespräche mit auf die Geltendmachung von kartellrechtlichen Ansprüchen in gerichtlichen Verfahren spezialisierten Gesellschaften und Anwaltskanzleien. Denn für den Fall, dass der außergerichtliche Ansatz einer Vergleichslösung nicht zum Ziel führt, möchte der Wettbewerbsverein den an der Initiative teilnehmenden Unternehmen auch einen „Plan B“ anbieten, dessen Vorteil insbesondere in dem dann bereits erstellten Gutachten liegen wird.

Diese Vorarbeit wird also auch in dem Fall, dass Ansprüche sich nur gerichtlich durchsetzen lassen, äußerst werthaltig sein. Dabei soll insbesondere auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit eröffnet werden, sich gerichtlich vertreten lassen zu können. Hierdurch soll vermieden werden, dass diese bereits aus Kostengründen von der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen Abstand nehmen müssen.

 

 

 

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