Geschrieben von herzigmarketing

Das war das 3. BranchenForum LogistikMarketing.NRW

„Einfach mehr Erfolg mit Google,Facebook, Twitter, Xing und Co.!“

 Bochum, 15.08.2013. Das dritte BranchenForum LogistikMarketing.NRW, welches das LogistikCluster NRW gemeinsam mit den Partnern IHK Mittleres Ruhrgebiet und HERZIG Marketing veranstaltete, war auch in diesem Jahr mit gut 60 Teilnehmern ein voller Erfolg. Unter der Überschrift „Einfach mehr Erfolg mit Google, Facebook, Twitter, Xing und Co.!“, sprachen logistikerfahrene Referenten über die Chancen eines modernen LogistikMarketings. Die Veranstaltung richtete sich dabei speziell an Inhaber und Vertriebsverantwortliche aus kleineren und mittelständischen Speditions- und Transportunternehmen. Des Weiteren wurde genug Platz geboten, sich mit führenden Branchenexperten auszutauschen und ausführlich miteinander zu „networken“.

 Die Teilnehmer wurden von Peter Abelmann, Clustermanager LogistikCluster NRW / LOG-IT Club e.V. und Werner Geilenkirchen, Leiter des Branchenkreises Logistikmarketing.NRW / Geschäftsleitung HERZIG. Marketing für Logistik, begrüßt. Sowohl Herr Abelmann als auch Herr Geilenkirchen verdeutlichten, dass das Thema Marketing bei vielen Unternehmen der Logistikbranche in NRW nach wie vor ein stark unterrepräsentiertes Thema ist. Dabei lässt sich ein Unternehmen nur durch ein gutes Marketing langfristig weiterentwickeln und am Markt positionieren. Auch legte Herr Geilenkirchen den Teilnehmern nah, dass sich hinter den Begriffen des Online-Marketings schnelle, kostengünstige und einfach umsetzbare Wettbewerbsvorteile verbergen.

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Im ersten Vortrag beleuchtete Ekaterina Arlt, Gründerin der Empfehlungsmarketing Akademie, Möglichkeiten des Social Media Marketings für Logistiker. Exemplarisch erklärte Frau Arlt wie sich mit Hilfe von Social Media ein sichtbares Kundennetzwerk aufbauen lässt, welches gleichzeitig unabhängig von einzelnen Personen ist. Die Gefahr, dass die Auftragslage einbricht, wenn eine Person ausfällt, kann somit minimiert werden. Insgesamt sieht Frau Arlt Social Media als wichtiges Akquise-Instrument, das es zu nutzen gilt. Um dieses Instrument jedoch auch effektiv einsetzen zu können, sollten Unternehmen zunächst das optimale Soziale Netzwerk wählen. Dabei bietet vor allem Xing gute Möglichkeiten Kunden zu akquirieren, ein Image und eine Unternehmensseite aufzubauen, Statistiken zu führen und das eigene Netzwerk zu visualisieren. Vor dem Beginn jeder Social Media Aktivität steht jedoch ein strategischer Plan. Dazu gehört das Informieren und Integrieren von Mitarbeitern, welche die Aktivitäten mittragen und das Unternehmen auch im Netz repräsentieren sollten. Ebenfalls sollte eine klare Zielgruppe definiert werden, auf der die hauseigenen Aktivitäten und Inhalte ausgerichtet werden sollten. Ferner sollten die Inhalte auf den Prüfstand gestellt und die Erfolge gemessen werden. Beim Umsetzen gilt grundsätzlich das Prinzip der Visualisierung, sodass Bilder statt nur Texte gezeigt werden. Des Weiteren empfiehlt Frau Alrt das Aufzeigen von internen, gemeinsamem Ereignissen und Erlebnissen.

 Im Anschluss referierte Karina Krukowski, Account Manager news aktuell, über Online PR für Speditionen und Logistikdienstleister. Am Anfang ihrer Präsentation erläuterte Frau Krukowski den Unterschied zwischen Werbeanzeigen im Internet und Pressearbeit. Demnach ist Pressearbeit ein günstiges und  neutrales Instrument, um Unternehmensnachrichten online langfristig zu platzieren. Die Reichweite basiert dabei auf dem Nachrichtenwert und der Art der Distribution.  Online-PR kann nur dann erfolgreich sein, wenn eine angemessene Multichannel Kommunikation mit vier Bausteinen betrieben wird. Der erste Baustein ist die eigene Internetseite eines Unternehmens, auf welcher eine Presse-Rubrik zu finden sein sollte. Diese beinhaltet dann alle Presseartikel und für die Presse relevante Unternehmensinformationen. Ein unternehmensunabhängiges Nachrichten- und Themenportal wird als zweiter wichtiger Baustein genannt. In einem solchen Portal können Unternehmen ihre Pressemitteilungen und Unternehmensnachrichten platzieren. Der Vorteil einer solchen Plattform liegt für Journalisten im Filtern von Nachrichten nach Rubrik, Branche, Aktualität u.v.m., sodass die Suche nach relevanten Informationen vereinfacht wird. Für Unternehmen bedeutet dies also, dass ihre Meldungen schneller und eher gefunden werden als bei reiner Platzierung auf der eigenen Internetseite. Passend zum ersten Vortrag wird auch Social Media als vierter Baustein genannt. So dienen Soziale Netzwerke dazu (potenzielle) Kunden, Journalisten, aber auch Mitarbeiter über aktuelle Informationen zu benachrichtigen. Als letzter Baustein wird die mobile Bereitstellung von Nachrichten via App  genannt. Da eine App jedoch erst programmiert werden muss und somit einen hohen Aufwand mit sich bringt, lohnt sich ein solcher Informationskanal nur bei einer hohen Nachrichtenfrequenz und einer breiten Zielgruppe.

 Den nächsten Vortrag hielt Claudius Langen, Inhaber Köln|Dialog, der über die Funktionalität der Suchmaschinenoptimierung sprach. Zu einer professionellen Suchmaschinenoptimierung gehört nach Herrn Langen, ein ansprechendes Design der eigenen Internetseite inklusive intuitiver Orientierung und Führung der Besucher, eine solide und durchdachte Technik in einem professionellen und aktuellen Content Management System, interessante und klar formulierte, sowie wirkungsvoll bebilderte Inhalte und  eine starke und intelligente Verlinkung auf andere Websites. Nur auf Basis dieser vier Säulen kann die Suchmaschinenoptimierung bestmöglich greifen. Auch hier  ist es elementar, klare Ziele zu definieren und sich strategisch auszurichten. Dazu zählt eine sorgfältige Keywordrecherche, mit welcher werbewirksame Texte für die Homepage erstellt werden. Neben der Suchmaschinenoptimierung erläuterte Herr Langen Google AdWords, die Suchmaschinenwerbung. Diese Art von Werbeanzeige auf Basis von Keywords ist sofort sichtbar und Kampagnen lassen sich geographisch und sprachlich abgrenzen. Aufgrund der Bezahlung per Klick behält das Unternehmen die volle Kostenkontrolle bei unzähligen Einstellungsmöglichkeiten. Ein Fehler, der jedoch häufig bei der Nutzung vorkommt, ist die falsche Abgrenzung, die Anzeigetexte selten variieren oder die finanziellen Mittel zu gering bzw. zu hoch budgetiert sind. Insgesamt sieht Herr Langen im Suchmaschinenmarketing aber ein starkes Instrument, um mehr Verkehr auf der eigenen Internetseite zu generieren. Langfristig können somit der Kundenstamm erweitert und der Umsatz und erhöht werden.

 Nach einer Stärkung mit reichlich Gelegenheit zum Netzwerken stellte Alexander Wagner Fachanwalt IT Recht und gewerbl. Rechtsschutz, Kanzlei Wolff, Göbel, Wagner, die wichtigen rechtlichen Eckpunkte dar. Zwar steigt branchenübergreifend die Bedeutung von Social Media für Unternehmen, jedoch stellen Soziale Netzwerke keinen rechtsfreien Raum dar, sodass neben Arbeits-, Datenschutz- und allgemeinen Zivilrecht noch eine Reihe anderer gesetzlicher Vorschriften zu beachten sind. Allein schon bei der Werbung ist darauf zu achten, dass Unternehmen und Personen, die geschäftsmäßig an sozialen Plattformen teilnehmen, impressumspflichtig sind und Firmen- bzw. Markenrechte nicht verletzen dürfen. Herr Wagner wies ebenfalls darauf hin, dass Facebook über den „Like-Button“ diejenigen Internetseiten registriert, die von den auf Facebook angemeldeten Nutzern aufgerufen werden. Somit findet ein Datenaustausch zum Server von Facebook in die USA statt, den der Nutzer einwilligen muss. Empfohlen wird hier, dass zu Beginn des Internetseitenbesuchs eine Check-box zur Einwilligung erscheint. Ausreichend ist ebenfalls ein Hinweis auf die Datenschutzbelehrung.  Herr Wagner wies darauf hin, dass durch die Teilnahme des Mitarbeiters am sozialen Netzwerk, die Möglichkeit der Rufschädigung eröffnet werden kann und kritische Äußerungen über Mitbeschäftigte und den Arbeitgeber publik gemacht werden können. Jedoch sind dem Arbeitnehmer alle Äußerungen verwehrt, die im Widerspruch zu seinen Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis stehen. Insgesamt wird dazu geraten, die rechtlichen Rahmenbedingungen vor Beginn der Social Media Aktivitäten zu prüfen.

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Geschlossen wurde das dritte BranchenForum LogistikMarketing.NRW mit einer Podiumsdiskussion an der alle Referenten teilnahmen. Jeder der Referenten ist sich sicher, dass auch die Logistikbranche von den Möglichkeiten des Social Media profitieren kann. Wichtig ist dabei eine klare Zieldefinierung und sich strategisch richtig auszurichten. Ebenfalls sollten die Aktivitäten finanziell aber auch zeitlich richtig budgetiert sein, sodass die gesteckten Ziele auch erreicht werden können. Es ist nicht nur effektiv die Maßnahmen von richtigen Personen, intern oder extern, begleiten zu lassen, sondern auch den rechtlichen Rahmen hinreichend zu prüfen. Nur so können Logistikunternehmen langfristig von den neuen Online-Instrumenten profitieren.

 Die Veranstalter werden auch im kommenden Jahr wieder ein BranchenForum LogistikMarketing.NRW ausrichten und damit weiter eine wichtige Plattform für diese Branche bieten.

 Über das LogistikCluster NRW

 Für das LogistikCluster NRW hat sich der LOG-IT Club e.V. als Trägerverein mit dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW zusammengeschlossen. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der EU. Das LogistikCluster NRW ist Teil der NRW-Clusterpolitik unter der Dachmarke Exzellenz.NRW. Ziel ist es, die Kräfte in der Logistikwirtschaft in NRW zu bündeln und eine aktive Logistik-Community in NRW zu bilden. NRW soll zum Logistikstandort Nr.1 in Europa weiterentwickelt werden. Dazu werden in den kommenden Jahren vielfältige Aktivitäten durch das Clustermanagement Logistik umgesetzt. Eine aktive Teilnahme an dem Netzwerk ist durch die Mitgliedschaft im LOG-IT Club e.V. möglich, derzeit sind schon gut 170 Unternehmen und Institutionen aktiv als Mitglied dabei.

 

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